23/4 Geschenke

Geschenke
Geschenke
Es sind Kleinigkeiten des Alltags, die den Tag verschönern.
Die erste Päoniebluete in diesem Fruehling und die erste Sendung aus Shifeng Xihu. Von unerwarteten Menschen von irgendwo.
Als er kam, war er irgendwie ein bisschen schüchtern. Er hatte nichts dabei ausser einer Dose.
Er sagte, dass er so einen schönen Longjing nicht allein und täglich trinken kann. Darum wollte er ihn unbedingt mit mir teilen.
Warum nicht jeden Tag einen schönen Tee?
Der junge Pianist sagte, ein schöner Tee ist nicht mehr der Sonderbare, wenn er jeden Tag getrunken wird.
Ich antwortete, warum nicht? Ich würde jeden Tag schöne Musik hören, anstatt schlechtere damit ich Freude an schöne Musik bewahre.
Ist es nicht unsere Erziehung, die uns erzieht, uns mit dem "Gewoehnten" abzugeben, anstatt mit dem Schoenen zu beschäftigen?
Fuer den Tee selbst ist es egal, ob man ihn stets verehrt oder nur ab und zu. Die Liebe ist nicht ein leidenschaftlicher Ausdruck, sondern eine Art von füreinander Dasein. Eine Art von Begleitung, von zueinander stehen und von Rückhalt, egal was du machst und egal was du angestellt hast. Das ist die Liebe des Tees, die ich verstanden habe. Einfach fuer einander da sein.
Er sagte, dass er gerade den wunderbaren Tee getrunken hat und wollte mir unbedingt welche bringen.
Ich bedanke mich bei ihm, dass er an mich gedacht hast.
Neben meinem Mini iPad, giesse ich ihn gerade auf und es sind schöne Momente an einem sonnigen Tag an dieser schmalen Gasse der Zürcher Altstadt.

12/4 Liebe zum Teatoy

Liebe zum Teatoy
Seit einem Jahr fange ich an Antik Japanische Gaiwan zu sammeln, nicht nur Gaiwan sondern auch alte Teeschalen.
Meine Leidenschaft steckt meine Teefreunde an und plötzlich fängt auch der Junge Tim an.
Ich dachte immer dass er zu jung sei, um den Freude um die alten Dinge zu entdecken.
Vor paar Monaten habe ich zwei schönen Porzellan Gaiwan von der Teisho Zeit erhalten und Tim wollte unbedingt eine. Das bemalte Muster von der Gaiwan ist reife hängende Reispflanzen und ich denke, dass es ein guter Symbol ist fuer einen jungen: Reifen, Warten und Fuelle.
Er bekam eine und die andere wurde von mir drei Monate bewahrt und seit etwa einem Monat gab ich frei zu verkaufen.
Heute spazierte ein Herr, den ich seit einem Jahr nicht traf, ins Shui Tang und verliebte sich in die hängende Reispflanzen Gaiwan. Als er hörte, dass diese Gaiwan noch einen Zwinglingsbruder hat, wollte unbedingt von Tim abkaufen. Also ich bekam den Auftrag bei Tim anzufragen und ich darf fuer ca. 100 Sfr. Aufpreis anzubieten.
Tim beantworte meine Anfrage mit einem Coolness:

So leid es mir tut, er ist mir viel zu sehr ans herz gewachsen 😔

Aus einer guten Erziehung, entschuldigte er sich.
Ich versuche ihn zu überzeugen, dass es eine super Chance ist, so viel Rendite zu erzielen! Es sei ein sehr gutes Geschäft.
Er blieb mit seiner Entscheidung und sagte ab 500 CHF mehr würde er sich vielleicht überlegen.
Ich finde super, dass er mit 17 bereits versteht was eine Herzensangelegenheit bedeutet anstatt an das Wirtschaftliche zu denken.
Gerade schrieb ich dem Herrn, dass er sich nur von der Vollständigkeit der Zwilingsgaiwan träumen kann.
Er antwortete mir sofort, dass er gerne den Jungen Tim kennen lernen würde.

09/4 Duft von Narzissen

Bevor Sven nach Freiburg zog, pflanzte er mir paar Zwiebel auf meinem Balkon. Er sagte, es sei eine Ueberraschung.
Eine schöne Ueberraschung, wenn dieser Frühling so früh anklopft, sah ich eines Tages blühende Narzissen vor meinen Augen.
Ich wollte nie ein Haus haben, weil es viel Kompliziert ist, sich mit einem Haus zu beschäftigen. Sehr wahrscheinlich liegt irgendwo in meinem Schatten aus einem Haus zu stammen, wo man seit 6 Generationen wohnte.
Eine ideale Form des Lebens ist für mich irgendwie ohne zu viele Unbewegtes bei sich zu haben, zum Beispiel ein Haus, ein Grundstück oder ein Stück wertvolles Möbil. Ich bin gerne eingeladen von Menschen, die irgendetwas besitzen. Sie besitzen es und müssen sich darum kümmern, während ich jeder Zeit abhauen kann.
Sich mit Pflanzen zu beschäftigen tue ich nur mit Kamelia Sinesis. Bei mir überleben aber nur die trockene Form von dieser Gattung oder die selbstständigen Orchideen, die mit mir klar kommen und immer blühen.

Es gibt eine speziele Art von camelia Sinesis, sie heisst Narzissen - Shui Xian, eine Gottheit des Wassers.
Aus diesem Pflanzen des Camelia Sinesis macht man meistens Oolongs und neulich immer mehr Schwarztee. Bekannter Shui Xian kommen aus Guangdong, auch angepflanzt von spezieler Minderheit in China, meistens in Hochland und wenn er von dort stammt, hat er einen wunderbaren Abgang, der uns an das Unbewegte des Lebens erinnert, an Bergen, an Felsen und an einem Halt. Natürlich gibt es auch in Fujian Shui Xian, zum Bespiel aus Zhangping, wo man diesen Tee zu einem viereckigen Ziegel presst und im Papier wickelte.
Aus Taiwan werden diese Pflanzen oft in der Nähe von Taipei angebaut, denn Wenshan-Gebiet (der Bergregion um Taipei) ein ältestes Teeanbaugebiet Taipeis ist. Dort kommt wunderschöner Shui Xian in Oolong und auch als Schwarztee, der ganz selten ist und seit zwei Jahren wieder nicht verfügbar ist.
Sicher kommt auch Shui Xian aus Mingjian von Atongs Garten. Dort ist der Shui Xian als ein allein stehender Baum und wird als Shui Xian Dan Cong bezeichnet. Ich nenne ihn in Shui Tang der Garagebaum - jenseits von jeder Tee-Romantik. Der Shui Xian Dan Cong von Atong steht halt vor dem alten Garage!
Romantik bei Namen des Tees zu suchen ist überflüssig. Der Duft von Shui Xian versetzt mich nach meinem Heimat, wo im Moment ganz heisst in der politischen Auseinandersetzung steht und die Menschen müssen sich überlegen, wohin wir weiter gehen - gemeinsam weitergehen. Ich rieche die schönen Narzissen, nehme eine Tasse Shui Xian aus Shiding und mein Heimat ist nicht so weit.

09/4 Die Zeit bleibt im Tee still

Vor paar Hundertjahren veranstaltete Rikyu im Erlaubnis des Shogun Hydeyoshi in der Nähe von Kyoto eine Teezusammenkunft. Eine einmalige und eine grenzüberschreitende.
Einmalig, weil es nie zuvor möglich war, ein Teetreffen für allen Teeliebhaber offen war.
Grenzüberschreitend, weil es ein Treffen war, wo Klassen und Reichtum keine Rolle spielten.
Jeder vor dem Tee war gleichwertig. Jeder Tee war gleichgültig - gut!
Es war reiche Leute wie der Shongun, der seine Spielzeuge zur Schau stellte. Es war arme Teefrick, der gerösteten Reis zermahlt und wie Macha aufschlug.
Es war einmal und einmalig.
Heute reiste die Enkelin von Rikyu nach Zürich und bereitet für allen eine Schale Tee zu, nur weil DU ein Teeliebhaber bist.
Im Tee bleibt die Zeit still, denn der Geist des Tees ist zeitlos.

Lieber Teefreund, wenn Du Musse hast und darin eine Möglichkeit siehst sich mit Tee zu vertiefen, das wäre eine schöne Angelegenheit!

Datum: Samstag,
 3. Mai 2014, um 11 Uhr
Ort: Universität Zürich,
 Saal KOH-­‐B-­‐10
 
Vortragende: Frau SEN Makiko
Eintritt frei
Email:
 tankokaizuerich@gmail.com
Tel: 0774768904

 
 

02/4 Die Wärme einer Schale Tee

Was ist Tee?
Ein Blatt von Sinesis fällt ins heissen Wasser.
Der Fall verändert für immer das Wasser.
Ebenfalls mein Leben.
Eine sehr schöne DokumentarFilmen Reihe, die verschiedene Aspekte des Tees erzählt.
In dem ersten Teil dieser Reihe erzählt der Film unterschiedliche Tradition des Tees in China.
Mit der Erzählung reiste ich noch einmal nach Jingmai, wo ich im letzten Frühling mit vielen Teefreunden besuchte und eine Wilden-Menschen-Fladen machte. Wir sehen nicht nur die Methode, wie man einen Gushu Cha per Hand und nach dem Vorbild wie in der Song-Dynastie macht, sondern auch die Glaube von Bulang Volk, wie sie in jedem Frühling ins Wald festlich nach dem Geist des Teebaums rufen um Schutz zu bieten. Sie glauben, dass der Geist ihrer Vorfahren genau dort verweilt - im tiefen des Teewalds.
Nicht nur die alte Tradition von Pu Er Gushu Cha, sondern auch das alte Handwerk von Mengding Gelber Tee, des Longjings, des Zhengshan Xiaozhong oder des Felsentees. Auch wenn die Sprache für die deutschen Zuschauer unverständlich bleibt, sind die Bilder ein guter Erzähler.
Was mich am meisten beeindruckt und zum Nachdenken anregt, ist die Geschichte von Yinzhen Baihao.
Yinzhen Baihao stammt aus einem Bergregion Da Lao Shan und zwar von einem Tempel. Mönche gingen Jahr zu Jahr ins Tal, um einen alten Teebäume zu pflegen. Wie eine Abmachung, wie eine Zugehörigkeit lernt ein junger Mönch, wie man einen Teebaum pflegt, der ihm und den Menschen einen guten Tee schenkt. Wie ein guter Freund, wie ein zarter Band zwischen dem Mönch und dem Baum entwickelt sich eine Geschichte des weissen Tees, die bis zum Europa ankommt. Der Mönch züpft zuerst das Moos am Baum weg und reinigt die Schmarozen-Pflanzen. Dann pflückt er die Blätter. Nach sorgfältigen Verarbeitung bewahrt er den Tee in Gefäss. Er sagte, ein guter gealteter Yinzhen Baihao wurde von seinem Meister in einer Tonkanne gekocht. Diese dunkle Flüssigkeit hilft den Menschen die innere Nässe und Hitze zu vertreiben. Hitze - insbesonders aus dem inneren Herzen.
Ein gelagerter Yinzhen Baihao? Schmeckt er noch? Duftet er noch?
Ich möchte doch ein duftender geschmackvollen Yinzhen!
Der Mönch sagte, Tee sei ein Spiegel wie unser Leben. Das Leben ist am schönsten, wenn man zufrieden und wünschlos ist. Das Leben ist am glücklichsten, wenn man innere Ruhe hat. So ist wie der Tee.
Ja. Das mag sein.

Der Ruf des Tees kommt aus dem tiefen Wald und seinen Geist fange ich in einer Schale Tee ein. Diese Schale wärmt.

https://www.youtube.com/watch?v=wppZkl3c1Z4

31/3 Sonntag ist ein Ruhetag

Wenn ich nicht etwas für Taiwan einsetzen würde, hätte ich keine Chance über mein Gastland - die Schweiz zu erfahren. Um die gemeinsame Aktion der Sonnenblumen-Bewegung zu unterstützen, organisierte ich ein Demo erneut am Sonntag.
Aber der Sonntag ist ein Ruhetag, teilte mir die Zürcher Polizei mit.
Auch Revoluzzer hat am Sonntag frei in dieser Stadt.
Nicht schlecht.
Aber in der ganzer Welt aus 17 Länder gingen Menschen, die diese Bewegung unterstützen auf die Strasse, ausser in der Schweiz.
Um mich anzupassen habe ich mit dem anderen Organisator entschieden in einem Raum diese Aktion trotzdem durchzuführen.
Heute kam einer der besten Artikel in deutschsprachigen Raum über die Sonnenbewegung in der TAGESANZEIGER:

http://www.tagesanzeiger.ch//ausland/asien-und-ozeanien/Die-Kinder-die-das-Land-beschuetzen/story/11242826

Bei den Kommentaren gab es eine Mitteilung, in der die Schweiz mit Taiwan verglichen wird. Da die beiden Länder kleine Länder sind und ebenfalls mit starken Nachbaren konfrontiert werden. Der Herr, dessen Name typischer schweizer Name aussieht, sagt, dass Taiwan ein Vorbild für die Schweiz sei und die SP-Bundesräten bei Ausverkauf der Schweiz an EU mit solchen Protesten rechnen müssen. Da bin ich nicht ganz sicher... wenn Revoluzzer am Sonntag auch frei hat, kommt wohl die Revolution nicht wirklich in Gang...

Hier ist ein Link über die Demostration am Sonntag in Taipei.

https://www.facebook.com/photo.php?v=10152289787871645&set=vb.126371636644&type=2&theater

31/3 Der beste Tee der Welt

Vor einigen Tagen wurde ich freundlicherweise angesprochen, ob ich paar Muster zu einer Verkostungsrunde in Deutschland schicken würde. Da treffen sich paar Teefreunde, die die besten Tees herausfinden möchten.
Ich antwortete, dass ich solchen Tees in Shui Tang nicht habe.
Die Person war sehr freundlich. Meistens sprechen Leute mir per Email mit einer fast unpersönlichen Art an. Mit solchen Email antworte ich meistens mit einer klaren Absage. Auch wenn man das Gefühl hat, dass man durch das Blog näher wird, ist eine höfliche Format für mich von grosser Bedeutung. Sehr wahrscheinlich bin ich zu altmodisch.
Der beste Tee der Welt?
Ich habe sehr Mühe mit solcher Aussage und sehr Mühe mit solchen Versuch um den besten Tee zu finden!
Wenn ich Atong - meinen Teelehrer frage, warum machst Du Tee?
Er würde mir antworten, weil er mir Freude macht.
Tee macht mir Freude, nicht zu dem besten Kritiker oder zu dem besten Meister.
Tee macht mir Freude, auch wenn der Tee, den ich trinke, nicht der beste ist!

26/3 Das neue Buch von Atong

Das neue Buch von Atong
Seit einer Wochen bin ich im Politik-Fieber. Ich habe fast vergessen, dass ich einen Laden habe und eigentlich in Zürich lebt. NonStop Emails, Message und FB wurde ich mit Nachrichten und Mitteilungen bombardiert und bombadiere ebenfalls die anderen.

Heute kam eine Rechnung von der Zürcher Stadtpolizei wegen unserem vergangenen Demo am Paradeplatz: Eine Aktion für die Demokratie kostet 192 Sfr.
Nicht sehr teuer, also man kann es öfters wiederholen.
Wobei - ich muss sagen, die Zürcher Polizei ist ganz schnell in Aktion - ich bekam innert einem Tag eine Bewilligung und recht freundlich...
Ich bekam unsere Bewilligung vor Ort am Paradeplatz und der Polizist fragte mich, ob ich beschützt werden soll. Beschützt? Weshalb? Er fragte mich, ob ich Angst hätte... Ich schüttelte meinen Kopf. Er fragte mich nach meinen Handynummer und rief ein Misscall an. "Nun können Sie mich jederzeit anrufen, wenn Sie Probleme haben!" Wow! Ich war sehr beeindrückt! Echt freundlich.

Heute bekam ich ein Message von Taiwan - nichts Politisches, sondern ein Buch von Atong über Formosa Oolongs ist nun endlich veröffentlicht.

Wu Long Cha de Shi Jie
Die Welt des Oolongs
Chen, Huantang & Lin Shi Wei (Schüler des Atongs, selbst Teamaker mit Universitätsabschluss Master Maschinebau)
http://www.kingstone.com.tw/book/book_page.asp?kmcode=2014810008147&lid=book-new-every-catalog&actid=NewBooks

Wenn mein Fieber für Politik endlich vorbei ist, übersetze ich bald paar Texte für die deutschen Leser!

13/3 Vögel im Käfig

Als ich ein Kind war, sass ich oft vor dem Fernsehen und erklärte meinen Grosseltern, was ich sah und hörte. Sie waren nicht Analphabeten, sie verstanden bloss kein Chinesisch.
Grossvater seufzte oft, dass sein Dasein wie ein Vögel in einem Käfig ist - weil er die Sprache auf der Strasse nicht verstand oder weil er nicht verstanden fühlte?
Ich erzählte so und so, was ich da im den Kasten sah und hörte. Manchmal übertriebener und manchmal gelangweilt. Mein Grossvater kontrollierte meine Geschichte am nächsten Tag, nachdem er die Zeitung gelesen hat und korrigierte mich mit so und so, von dem er lass und aus seiner alten Logik in der japanischen Zeit.
Meine Aufgabe war Geschichte zu erzählen und zu übersetzen.
Nun meine Aufgabe im Europa ist es nicht anders geworden.
Ich erzählte hier Geschichte oder übersetze sie. Manchmal übertreibe ich und manchmal tue ich es so wie gelangweilt.
Geschichte – Teegschichte, die ich alltäglich erlebe oder welche ich in meiner kulturellen Wurzel gehört und gelebt habe. Manchmal kann ich es nicht unterscheiden, ob ich das übersetzt bin oder der Tee. Manchmal verwechsele ich das Bild von den Vögeln – bin ich es oder derjenige, der die Geschichte hören.
Ist die Sprache ein Käfig? Oder das Gefühl vom Unverständnis oder das, was wir überhaupt als Zugehörig sein meinen?
Am den Teetisch in Shui Tang, obwohl der Tisch eckig ist, er rundet die Menschen, fangen fremde Menschen an plötzlich miteinander zu reden. Tee verbindet. Was verbindet er?
Ein Getränk, das den Käfig zeitweise verschwunden lässt und wenn man es nicht aufpasst, einen gemeinsamen Köfig kreiert – das vermeintliche Wir-Gefühl. Ich passe immer dabei auf, dass dieser Tee-Käfig keine Tür hat – damit meine Vögel immer ausfliegen können. Selbst ich – von Tee besessen - lerne, zu fliegen. Eben manchmal fremd gehen - zum Kaffee oder manchmal Whisky...
Gedanke - Notitz bei einer Tasse lieblichen und zugleich herben Phönix Shuixian aus Chao An, Guangdong!

12/3 Melancholie

Melancholie ist eine Vorstellung. Es ist auch ein Zustand.
Jeder von uns hat zwei Seiten - das göttliche und das menschliche. Manchmal überwiegt das Menschliche. Die menschliche Seite schwankt von dem Einfluss aus Umwelt. Der Mensch kann nicht in Gleichmuth bleiben, wenn er den kommenden Winter in den fallenden Blätter ahnt und in dem warmen Wind die Funken aus der Zukunft riecht. Man wird melancholisch, wenn die gefärbten Blätter in den leisen tönenden Musik von Janacek Emotionen erzeugen.
Was für eine Farbe hat Melancholie?
Wie riecht die Melancholie?
Gestern bekam ich Parfüm zu riechen, in dem eine Melodie von Melancholie eingefangen wurde.
Ich mache meine Augen zu, in dem kurzen Atmungszug roch ich verwachsenen Wald, der zu einer Höhle führt. Eine Höhle? vielleicht ein Ort in der präshistorischen Zeit, als ein Junge seine Mutprobe bestehen musste, um einen Mann zu werden?
War Melancholie sein Begleiter, während er auf dem Waldfade zur Höhle geführt wurde?
Ein Junge in der Melancholie - Tim hat mir vor paar Wochen ein Bild gezeigt. Dieses Bild überkam mir unmittelbar, als ich den Duft roch.
Melancholie - was für Farbe hat sie?
Ich roch, Farbe dunkl-grün, tief-blau und Dunkel... Ist es schwarz? Oder bloss grau, so grau, dass es auf keinen Fall schwarz wird. Bloss grau. Und in diesem Grau roch ich noch Licht, auch wenn es nur ein Schimmer ist.

Heute dachte ich noch an das Bild, hörtee die Musik von Janacek " Auf verwachsenem Pfade" und trank eine Schale Bu Lang Shan. Das war alle Aspekte von der Melancholie, die in einem Atmungszug strömt.
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