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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>Tee erleben - Teeblog</big><br/>Alles &#xFC;ber Tee<br/></p><p><small>15.1.2008,&#xA0;13:28</small><br/><b><a href="http://tee.kaywa.com/mobile/tee-in-der-literatur/teespeise-in-beijing-peking-ein-essay-von-zhou-zuoren.html">Teek&#xFC;che in Beijing (Peking) - ein Essay von Zhou Zuoren</a></b></p><p>Auf dem Dong-An Markt kaufte ich ein Buch "&#x6211;&#x7684;&#x4E66;&#x7FF0;" von dem japanischen Schriftsteller &#x4E94;&#x5341;&#x5C9A;&#x529B;. Er erz&#xE4;hlte, dass die Teek&#xFC;che in Tokyo nicht mehr schmeckt. Nur noch selten findet man gutes Dessert, das Frucht, Zucker und F&#xFC;llung harmonisch ineinander verschmelzt werden, so dass die Zunge den einzelnen Geschmack der einzelnen Zutaten nicht mehr schmeckt. Die zweihundertj&#xE4;hrigen gloreichen Edo-Zeit hinterl&#xE4;sst uns noch Spuren der genussvollen sinnlichen Tradition. Obwohl diese Tradition Kyotos noch besser gelebt wird. Die Hauptstadt Bejing besitzt auch mehr als 500j&#xE4;hrige Geschichte. Theoretisch w&#xFC;rde man meinen, dass die Grundsteine von Mode, Wohnkultur und dem Kulinarischen bereits gelegt wurden. In der Wirklichkeit ist es entt&#xE4;uschend. In Bezug auf die Teek&#xFC;che k&#xF6;nnte ich&#xA0;keine Spezialit&#xE4;ten&#xA0;empfehlen. Obwohl wir uns in Bejing nicht gut auskennen, k&#xF6;nnten wir den Zufall selten &#xFC;berlassen. Wir lernen keine gute Teek&#xFC;che kennen, auch nicht per Zufall. Haben wir hier wirklich nichts anzubieten? Oder wissen wir einfach nichts davon? Es geht eigentlich nicht bloss&#xA0;um das Gier zu befriedigen, sondern um etwas anders. Dass man in einer alten Hauptsadt keine von Geschichte gepr&#xE4;gte und dekadente Speise geniessen kann, ist richtig Schade.
Ich mag nicht die Made-in-China Waren im 20. Jh. Grobe Nachahmungen, die vom Patriotismus als "Unsere" Ware verherrlicht werden, werden teurer als impotierte Ware verkauft. Waren im neuen H&#xE4;user erwecken in mir immer Skepsis. Diese Denkweise ist wohl altmodisch, aber die Qualit&#xE4;t von Genuss und Sch&#xF6;nheit f&#xFC;r mich ist in der Tradition begr&#xFC;ndet. Wenn ich in Bejing nach S&#xFC;den laufe, sehe ich die gro&#xDF;e Plakat von Yi Fu Zhai&#x5F02;&#x99A5;&#x658B;. Das erweckt in mir immer Freude und Phantasie. Nicht nur, weil Yi Fu Zhai ein traditionreiches Gesch&#xE4;ft, das&#xA0;bereits vor dem Boxeraufstand existiert, sondern auch dass&#xA0;Yi Fu Zhai eine Illusion verk&#xF6;rpert, dass der Alltag mit R&#xE4;uchern und Meditieren von Mu&#xDF;e und&#xA0;&#xDC;berflu&#xDF; gef&#xFC;llt werden k&#xF6;nnte. Ich r&#xE4;uchere nie, interessiere mich allerdings sehr daf&#xFC;r. Aber ich traue mich nicht in den Laden zu gehen, weil ich f&#xFC;rchte, dass man auf dem&#xA0;R&#xE4;uchergef&#xE4;ss Seife und Parf&#xFC;m&#xA0;aufbewahren, um uns&#xA0;Duft&#xA0;vorzut&#xE4;uschen.
Das Leben kann nur sch&#xF6;n sein, wenn man ausser dem allt&#xE4;glichen Gr&#xFC;ndbed&#xFC;rfnissen ein bisschen nutzloses Spiel und Genuss noch Raum zulassen kann. Z. B. &#xFC;ber den Sonneuntergang zu seufzen, dem Fluss im Herbst entlang zu spazieren, Blumen bewundern, Regen anh&#xF6;ren, R&#xE4;uchern und den Duft geniessen, Wein nicht aus dem Durst zu trinken, etwas zu essen, weil man nicht satt werden will. Das ist notwendig f&#xFC;rs Leben, obwohl sie nutzlichlos sind. Je raffiniert, desto besser. Schade, dass unser Leben in China gef&#xFC;llt von Grobheit und vulg&#xE4;rem Geschmack ist. Seit 10 Jahren finde ich hier nichts gescheite gute Teek&#xFC;che.
Zhou Zuoren, 1924 Februar.<br/>&#xA0;</p><p><small><a href="http://tee.kaywa.com/mobile/tee-in-der-literatur/teespeise-in-beijing-peking-ein-essay-von-zhou-zuoren.html">Kommentare</a>&#xA0;(2)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://tee.kaywa.com/mobile/tee-in-der-literatur">Tee in der Literatur</a><br/></small></p><p><a href="http://tee.kaywa.com/mobile/p431.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
	   	 <a href="http://tee.kaywa.com/mobile/p429.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTARE -</p><p><b>Ulrike</b><br/>15.01.2008, 17:52<br/>Ich habe bisher insgesamt 8 Monate in China verbracht und habe eine chinessiche Teekultur &#xFC;berhaupt nicht erlebt. Teezeremonien werde h&#xF6;chstens &#xFC;berteuert f&#xFC;r Touristen angeboten. Leider ist es so, dass ein Teil der Bev&#xF6;lkerung in erster Linie mit der Befridiegung der gundlegenden Bed&#xFC;rfnisse zu tun haben. Der andere Teil der Gesellschaft, der m&#xF6;glicherweise &#xFC;ber das n&#xF6;tige Geld und die Zeit verf&#xFC;gt, gibt sein Geld viel lieber f&#xFC;r teure wesltliche Produkte aus und strebten nach westlichen Idealen. Ich hoffe sehr, dass die chinesische Gesellschaft sich irgendwann wieder auf ihre Wurzeln und Traditionen besinnt und dazu geh&#xF6;r nat&#xFC;rlich auch die Tradition des Tees.<br/><br/><b>Menglin</b><br/>15.01.2008, 18:18<br/>Sch&#xF6;n von Dir zu h&#xF6;ren, liebe Ulrike!<br/>
Was nun in China stattfindet, ist ein Ph&#xE4;nomen jeder Gesellschaft, die zwischen den herrschenden Werten und vergangenen Tradition einen eigenen Weg sucht. Wenn Du die Geschichte Europas im 18. Jahrhundert betrachtest, wie die Obrigkeit die Chinoserie und Japonismus feierte und sich damit kokettiert, k&#xF6;nnte man die heutige aufsteigende asiatische Gesellschaft sehr gut verstehen.<br/>
Die Projektion der Sehns&#xFC;chte und Verherrlichung des Anderen schreiben immer die Weltgeschichte. Nichts Neues.<br/>
Hast Du das Gef&#xFC;hl, dass man hier ein Bewu&#xDF;tsein pflegt, langsamer und "nutzlos" zu leben? Selbst in der Wohlstandsgesellschaft Europas sind die Menschen nicht besonders bewu&#xDF;t, die Leichtigkeit des Lebens wie in alten China zu pflegen und zu leben. F&#xFC;r mich ist der jetzigen Zustand in Europa keine Alternative zu dem Chinas.<br/>
<br/><br/></p><p>1-2&#xA0;/&#xA0;
			  2<br/></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://tee.kaywa.com/mobile/tee-in-der-literatur/teespeise-in-beijing-peking-ein-essay-von-zhou-zuoren.html" method="post"><postfield name="ID" value="430"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
