<?xml version="1.0"?>
<!DOCTYPE wml PUBLIC "-//WAPFORUM//DTD WML 1.1//EN" "http://www.wapforum.org/DTD/wml_1.1.xml">
<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>Tee erleben - Teeblog</big><br/>Alles &#xFC;ber Tee<br/></p><p><small>18.2.2008,&#xA0;14:18</small><br/><b><a href="http://tee.kaywa.com/mobile/klatsch-am-teetisch/tee-musik-und-nicht-nur-das-handwerk.html">Tee, Musik und nicht nur das Handwerk</a></b></p><p>[<a href="http://tee.kaywa.com/files/images/2008/2/30/mob504_1203340993.gif">bild</a>]&#xA0;Ein gelungenes Werk, Sijichun Premium aus Taichung, Taiwan
Als ich gezwungen wurde Kalligraphie und Klavier zu lernen, hasste ich meine Mutter und den Beethoven. Seine Dramatik und Anforderung an die absolute Hingabe des Spielers &#xFC;berforderte ein junges M&#xE4;dchen, das nur aus Pflicht seine Stunde absa&#xDF;. Mit dem zunehmenden Alter und durch Tee f&#xFC;hle ich mich immer n&#xE4;her zu diesem Mann, dessen Seele an einem Verlass glaubt und stets mit uns in Kommunikation bleibt.
An Beethoven muss ich immer wieder denken, wenn man mich fragt, was der Prozess <a href="http://tee.kaywa.com/mobile/formosa-oolong-tea-/bedeutung-des-roestungsprozess-beim-oolong.html">Hongpei</a> (Endprozess des Tees, Ein Prozess der R&#xF6;stung, die den Charakter des Tees stabilisiert und verleiht.) zu verstehen sei. Neulich war ich in Innenschweiz zu Besuch und bekam eine Tassen hervorragenden Shuixian aus Ph&#xF6;nix Berg ebenfalls von Mingcha. Fein, elegant und duftend nach Pfirch, aber ihm fehlt etwas. Der Grund vom Fehlen an etwas ist die gleiche Situation, wenn der Spieler der Anforderung von Beethoven versagt. Auch der Shuixian Mandarin von Mingcha 2006 aus Globus (es wurde gesagt, dass die von mir empfohlenen Tees nicht mehr in Globus Z&#xFC;rich zu finden sei) war zwar sch&#xF6;n, fruchtig und zufrieden stellend, aber etwas fehlt.
Was ist das denn eigentlich? Wenn Beethoven vorschreibt, <a href="http://tee.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Crescendo">crescendo</a> fast bis zum Ende zu spielen und dann Dramatischerweise ein <a href="http://tee.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Dynamik_(Musik)">subito piano</a> anschlie&#xDF;end zu verlangen, ist die Klangbeherrschung und Mutprobe eines Pianisten getestet. (Ich glaube, solche Momente sehr gut im Sonata No.8 und No. 21 zu erleben)&#xA0;Ist er ein Feigling, traut er sich dem Test nicht zu stellen. Er geht mit seiner Kraft nicht an die Grenze, bevor er den lautesten Klang vor dem Wechsel dr&#xFC;ckt, &#xFC;bergeht bereits zu piano und denke dabei diesen Abgrund &#xFC;berlistet zu haben. Er verliert scheinbar nichts, bewegt sich&#xA0;im den Sicherheitszone. Aber seine Musik verr&#xE4;t uns, dass er den erw&#xFC;nschten Effekt von crescendo zu subito piano des Beethovens versagt.&#xA0;Ein Feigling traut sich nicht an eigene Grenze zu gehen, sich zur Probe zu stellen und l&#xE4;sst die Vision eines Werks fallen. Es geh&#xF6;rt eine Menge Mut und Entschlossenheit, sich vor dem Abgrund zu stehen, um etwas zu wagen, was einem Menschen und ein Werk zu einem Kunstwerk und einem Meister macht. Diese Form von Mut ist nicht nur beim Musizieren gefragt und entscheidend, sondern quer durch jedes Lebensbereich. Das gleiche gilt auch beim Tee.
Hongpei &#x2013; R&#xF6;stung verleiht dem Tee einen unverwechselbaren Geschmack und eine individuelle Note, was der Tee-&#xD6;nologe unter Tee und seine Kunst versteht. Alle Formosa Oolongs werden mindestens&#xA0;zwischen 80-120 Grad ger&#xF6;stet. Temperatur 80 Grad ist eine sehr sichere Temperaturgrenze, unter diese Grenze k&#xF6;nnte ein Tee in der Sicherheitszone einwandfrei getrocknet werden und sein Geschmack wird minimal ver&#xE4;ndert. Ganz sicher, wenn man einen Tee nur unter 80 Grad r&#xF6;stet. Man ver&#xE4;ndert an nichts und bekommt dagegen auch nichts Neues dazu. Mit 100 Grad Temperatur wird der Duft ver&#xE4;ndert. Er tritt zur&#xFC;ck, wird tiefer und unsichtbarer. 100 Grad ist die Gefahrgrenze, etwas kaputt machen zu k&#xF6;nnen. Mit 120 Grad Temperatur wird ein Tee charakterisiert und verfestigt. Sein Duft, sein Geschmack und seine Struktur werden &#x201E;dramatisch&#x201C; ver&#xE4;ndert. 120 Grad ist der Schritt zur Abgrund, die Mutprobe eines Tee-&#xD6;nologes.
Ein hervorragender Tie Guanyin, der vielen Anwesenden am Wochenende und in vielen Seminaren begeistert, muss zwischen 90 bis 130 Grad ger&#xF6;stet werden. Also bis zum Abgrund! Der R&#xFC;ckflugtickt kann nicht gebucht werden, es geht immer nur geradeaus. Was macht ein Tee-&#xD6;nologe? Ist er ein Feigling, ein Weichei? Ist er ein Meister? Er kann sich nicht verstecken, denn Tee erz&#xE4;hlt uns alles von seiner Feigheit. Sein Werk wird unter den Gaumen gepr&#xFC;ft und er manifestiert sich, auch wenn er glaubt, uns &#xFC;berlisten zu k&#xF6;nnen. <a href="http://tee.kaywa.com/mobile/p33.html">Tie Guanyin</a> aus Muzha wird zuerst mit 90 Grad ger&#xF6;stet und der Temperatur wird bis 130 Grad erh&#xF6;ht. Mit vielen Unterbrechung und Pause wird der Tee erst vollendet. Ein Ph&#xF6;nix Shuixian dagegen wird mit 130 Grad angefangen und langsam runter gefahren werden.
Das Gl&#xFC;cksgef&#xFC;hl, das dem Leben Licht bringt, str&#xF6;mt durch uns, wenn wir ein meisterhaftes Werk begegnen. Mir tut es leid, wenn ein Tee unter einer Feigheit leidet und eigentlich das Potential besitzt, um ein volles Bl&#xFC;te zu werden. Ein guter Tee mit reichlichem K&#xF6;rper braucht die Begegnung mit einem Meister, der Mut besitzt, aus ihm zur einen Farfalla zu verwandeln! Oft k&#xF6;nnte man diese prik&#xE4;re Kunstfertigkeit nicht bewahren, indem wir auf die Tradition zur&#xFC;ckgreifen. Es ist prim&#xE4;r, den Mut im Hier und Jetzt f&#xFC;r sie einzusetzen.
Solche Meister zu begegnen geh&#xF6;ren wohl Schicksal. (Menschliche Begegnungen sind&#xA0;&#xFC;berhaupt schicksalhaft)&#xA0;Leider k&#xF6;nnen wir solche Meister nicht mit Unesco-Programm sch&#xFC;tzen. Tee als Kunst kann man nicht einfach materialistisch besch&#xFC;tzen. Die alten Teeb&#xE4;ume, das Wuyi-Gebirge oder die Teeger&#xE4;te k&#xF6;nnten durch Museum gut konserviert, bestaunt und archiviert werden. Aber das Wichtigste, das den Tee lebendig h&#xE4;lt und dynamisch schwingen l&#xE4;&#xDF;t, ist der zerbrechlichste Mut der Menschen, die als Einzelnk&#xE4;mpfer in der Marktwirtschaft leben, vor Einsamkeit sterben und zwischen Schein und Sein leiden.
Heute pflege ich das Bewusstsein, die leise Stimme solcher Menschen festzuhalten, zu sch&#xFC;tzen und zu verbreiten. Das Bewusstsein macht mich oft zutiefst gl&#xFC;cklich und zugleich einsam.
ps. Ich bin kein Musiker und kein Pianist. Bitte verzeihe mir meinen "Mut", diesen Vergleich zu wagen.&#xA0;Eigentlich sehe ich das Tee-Seminar ebenfalls so wie die Musik. Jedes Konzert ist nie das gleiche. Ein Konzert-Besuch ist anders als daheim CD h&#xF6;ren. Meine Aufgabe ist, den Zuh&#xF6;rer zu verf&#xFC;hren, seine Version zu vergessen.&#xA0;</p><p><small><a href="http://tee.kaywa.com/mobile/klatsch-am-teetisch/tee-musik-und-nicht-nur-das-handwerk.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://tee.kaywa.com/mobile/klatsch-am-teetisch">Klatsch am Teetisch</a><br/></small></p><p><a href="http://tee.kaywa.com/mobile/p447.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
	   	 <a href="http://tee.kaywa.com/mobile/p445.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://tee.kaywa.com/mobile/klatsch-am-teetisch/tee-musik-und-nicht-nur-das-handwerk.html" method="post"><postfield name="ID" value="446"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
