09/4 Eine Tasse Pu Er

Pu Er Tee ist fuer meine Familie nichts. Nichts halten sie von diesem Tee, weil sie ihn nicht verstehen und nicht verstehen wollen.

Ich verstehe Pu Er auch zu wenig, aber nicht abgeneigt, sondern sehr neugierig. Mein Teelehrer hat nicht gerne meine breite Interesse fuer unterschiedliche Dinge, vor allem Interesse fuer Pu Er. Er sagte immer zu mir, Kuemmere Dich nur um eine Dinge. Ich will allerdings nicht immer das machen, was er sagt. Ich folge gerne meinem Trieb.

Als Gerhard und Kasper hier waren, waren wir bei Zhi Teng Lu, ein Ort, wo sie vor vier Jahren dort waren, als sie ihre erste Asienreise machten. Menschen sind Gewoehnheitstier und wir gingen wieder dorthin. Ein Ort der Erinnerung. Ein gelagerter Tee ist auch ein Ort der Erinnerung. Sehr muehsam fangen wir das neue Haus von Zhi Teng Lu, das inzwischen in verwinkelter Gasse versteckt ist. Wir tranken eine Kanne Liu An, ein Tee aus Anhui 1950. Ein fremder Tee, der uns voll begeistert. Ein Tee, der 150 Euros kostet pro 50g.

Was ist denn bei einer guten Tasse Pu Er oder Liu An so besonders? Wir disskutierten. Er ist smooth, aromatisch und schwer zu fassen. Das stimmt. Fuer mich hat der Genuss solcher Tees eine erotische Nuance. Sie lachten uerber meine ehrliche Aussage. Das ist aehnlich wie bei Sashimi Essen - rohen Fisch. Man geniesst, das knackige, zarte und kuehle Fleisch auf der Zunge, es schmeckt ueberhaupt nicht fischig, sondern ein purer Genuss vom Frische, vom Lebendige und vom Suesse des Lebens. Ein Genuss von dem Fleischigen. Eine gute Tasse Pu Er und Liu An - alt, gut gelagert und vorher nicht kuenstlich fermentiert war, fliesst wie Seide, wie Tautrofpen und wie das lebendige bewegende Quelle in die Gaumen. Der Mund wird geschmeidig, gestreichert und belebt. Solche Genuesse koennte man mit Geld gar nicht kaufen. Was ist denn schon der Preis? Fuer mich ist es preislos bzw. "wertlos".

Mir ist es bewusst, dass ich diesen Tee zu wenig verstehe und bat um ein Gespraech mit dem Hausherrn Jou Yu. Er kam gestern aus Yunan zurueck. Heute traf ich ihn, waehrend er ein Ei und ein Glas Milch als Mittagsessen ass. Eigentlich hatte er keine Zeit. Ich wartete. Inzwischen lerne ich auf die Zeit zu warten, die wert ist, zu warten. Es ist meine Veraenderung.

Er sah, wie ich wartete und lud mich ein, eine Verkostung von seinen neuen ausgesuchten Pu Ers. In der Welt des Pu Ers ist er eine Autoritaet, nicht weil er Buecher schrieb, sondern weil er ehrlich ist. Er sagte, was er vertritt. Seine Artikeln findet man oft beim Magazin "The Art of Tea".

Seine Assistentin Wling trank mit. Wir tranken drei unterschiedliche Kategorien, einen, den er als vielschichtig bezeichnet; einen, er nach einem Vorbild von 50er Jahren machen liess - aus 6 verschiedenen Materialen; einen, den er als eine Harmonie zwischen Menschen und der Natur ausdruecken moechte - ein bisschen abstrakt? Den ersten Tee war voll, vielschichtig. Ich schwizte gleich. Eine Lebenskraft aus dem Wildness koennte man gleich spueren. Den zweiten - für mich, wie eine Frau, die schweigt, weil die Zeit noch nicht reif ist von sich Preis zu geben. Aber seine Tiefe war zu spueren.

Als er den dritten Tee machte. Er war sehr gespannt auf unsere Komemntare. Dieser Tee schien ihm sehr wichtig zu sein. Wling meinte, diesen Tee zu trinken erinnerte sie an das Verliebsein. Das Herz ist warm, suess und lebendig. Er freute sich sehr. Ich schwieg. Nach dem zweiten Aufguss wiederholte Wling ihre Empfindung. Ich erzaehlte ihnen langsam, wie ich es wahrnahm. Fuer mich ist das Verliebsein, eine Ansammlung voller Erwartungen. Das Erwarten von dem Erwarteten. Das Abwarten von dem Unerwarteten. Zheng Chouyu schrieb einmal in einem Gedicht über die Ambivalenz dieser Situation, seine letzte zweite Saetze sind:

"Meine laufende Schritte vor deinem Fenster ist ein schoener Fehler.

Ich bin kein Heimkehrer, sondern ein fremder Wanderer." 

Fuer mich war dieser Pu Er keine Ansammlung der Erwartungen. Ich erwartete nichts und will nichts, als ich den Tee trank. Eine Zufriedenheit und Gelassenheit umhuellte mich. An nichts dachte ich.

Er wurde nachdenklich, als ich von dem Gedicht erwaehnte. "Weiss Du, ich wurde in einer Zeit geboren, eine Zeit voller Unterdrueckung!" Ich kenne ein bisschen seine Geschichte als ich eine Studentin war. Eine Zeit der Unterdrueckung, wenn Liebende sich nicht lieben können und voneinander trennen muessen, weil die Welt daraussen unterdrueckt ist.

Er schenkte mir ein kleines Stueck von diesem hoch erwarteten Tee, den gar nicht zu kaufen war. "Du hast ihn gerne." er sagte mir, "Aber weiss Du, Du muss Dich entscheiden, was Du willst. Du kannst Dich nur um eine Sache kuemmern." Meinte er, dass ich mich zwischen Pu Er und Oolong entscheiden muss? "Ich entschied mich fuer Pu Er." das war sein Abschiedsatz.

Eigentlich hatte ich vor in diesem Monat meine Kalligraphie zu verbessern. Meister Sun besuchte ich gleich nach meiner Ankunft und fragte ihn, ob ich jeden Tag eine Stunde vorbei kommen koennte. Er wies mir ab und sagte laut, dass er keine Zeit habe, fuer meine Freizeitsbeschaeftigung.

Jou Yu wird eingeladen nach Prag eine intensive Diskussion ueber Pu Er zu fuehren. Es wird wohl irgendwann im Sommer oder Herbst sein. Jeder, der Pu Er naeher kennenlernen und verstehen will, waere es die beste Gelegenheit, sich zu vertiefen. Wer Pu Er liebt und es nicht kann, hat Pech. Ich versprach ihm, ihm zu assistieren, auch wenn ich keine Zeit haette.

22/1 Zhutong cha - Operation Arnos

Zhutong cha, Der Bambus-Tee
Zhutong cha, Der Bambus-Tee
Zhutong cha, Der Bambus-Tee

Liebe Meng-Lin,

heute ging es dem Zhutong Cha an den Kragen… Du meintest, ich solle
berichten, wie ich den »Pu Er aus dem Bambusrohr erfolgreich operiere«.
Also:
Mit einer kleinen Säge zwei Ritze oben in den Bambus gesägt, danach mit
Hammer und Meißel ein paar Mal eingeschlagen, und schon war der Tee
befreit. Daher gibt es auch nur 3 Photos, da die Sache sehr schnell und
unspektakulär ging ;)
Freue mich schon sehr, den Tee zu probieren; hast du noch eine
Empfehlung für die Ziehzeit?

Schönen Gruß

Arno

Gratulation zur gelungenen Operation! Vielen herzlichen Dank, lieber Arno!

Darf ich jetzt nun auf deinen Degustationsbericht warten?

ps. die Ziehzeit... In diesem Fall würde ich 3 g in 150 ml Wasser, 95 Grad, 3 - 5 Minuten warten.

03/1 Die Lebenslage von alten Teebäume in Yunan

Zufällig entdeckte ich diese chinesische Seite, die die Lebenslage von alten Teebäume berichten. Solche alte Teebäume sind nun das absolute Hit des Pu Er Teemarktes. Aber wie sieht es eigentlich aus mit solchen Bäume?

Bedroht und Orchideen und andere Schmarozen-Pflanzen. Der Titel dieser Foto-Serie lautet: "Die weinenden alten Pu Er Bäume 哭泣的古茶树".

der weinende alten teebaum

 

28/12 Zhutong Xiang Cha

Liebe Meng-Lin,

Vor einigen Wochen habe ich mir im Internet unter anderem einen Pu Erh
bestellt, der in ein Bambusrohr gepresst ist. Der Tee riecht schon sehr
interessant… nur leider habe ich es immer noch nicht geschafft, ihn aus
dem Bambus zu befreien… Ich will es nicht einfach aufsägen oder so und
dabei den Tee beschädigen. Kannst Du mir da eine elegante Methode
empfehlen? Der Tee ist ca. 1cm im Durchmesser und das Bambusrohr ca. 5mm
dick und sehr hart…

Dann noch eine Frage zu Yixing-Kännchen. Soweit ich das auf dem Blog
mitbekommen habe, bist Du ja eher für Keramikkännchen zu begeistern. Ich
habe hier einen Qi Lan von Madame Tseng, den ich sehr mag und schätze.
Ich habe ihn immer in einem kleinen Yixing-Kännchen zubereitet und war
damit auch sehr glücklich. Bis ich eines Tages ihn dann doch mal in
einem Keramik-Gaiwan gemacht habe und überrascht war, wie frisch der Tee
geschmeckt hat und ganz neue Aromen offenbart hat. Ein anderer Oolong
aus dem Wuyi-Gebiet hingegen scheint in dem gleichen Kännchen
interessantere Aromen zu entwickeln als im Gaiwan. Liegt das nun daran,
dass ich den Qi Lan »falsch« zubereitet habe (Wasser zu heiß/kalt, zu
wenig/zu viel Tee) oder gibt es Tees, die sich in Yixing besser
entwickeln als andere? Gibt es da allgemeine »Richtlinien« oder muss man
es für jeden Tee ausprobieren? Vermutlich muss man es, aber so eine
grobe Richtlinie, vielleicht nach Fermentierung oder so? Ich habe da
noch nicht die Erfahrung, dass ich das beurteilen könnte…

Schließlich möchte auch ich Dir meine Unterstützung zusagen. Sollte ich
mal nach Zürich kommen, würde ich mich sehr freuen, Dein Teehaus
besuchen zu können. Ich wünsche Dir, dass du alles schafftst, was Du Dir
vorgenommen hast…
Wir haben uns zwar noch nie gesehen, aber wenn ich an einem tristen Tag
lese, mit welcher Begeisterung Du über Tee schreibst und dieses einfache
Blättergetränk zu einem ganzen Universum werden lässt, blühe auch ich
innerlich auf…

Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr!

Arno

Lieber Arno,

1. Zhutong Cha. 竹筒香茶

Der Tee, der im Bambus-Rohr gefüllt ist, stammt aus China, Yünan. Traditionell wird er aus Frühlingsernte hergestellt, die nur getrocknet war und nach und nach ins Bambusrohr gefüllt wird. Durch das leichte Rösten übers Feuer samt der Bambusrohr wird der Tee weich und kann weitere Menge gefüllt werden. Aber man zerlegt tatächlich das Bambusrohr, das aufgeschnitten werden muss. Um diesen Tee zuzubereiten bricht man ein wenig von dem runden Tee-Stock ab und bereitet man mit kochendem Wasser.

Eigentlich sollte dieser Tee nicht in dem Bambusroher verkauft. Dieser Tee sollte eigentlich nach der Endproduktion bereits aus dem Bambusroher entfernt und im Bambusblätter oder Papier verpackt und aufbewahrt werden.

Da das Material für diesen Tee von der chinesischen Minderheiten im Südyünan sehr zart ist, wird er auch als "der Jungfrau Tee" (Guniang Cha 姑娘茶) genannt. Tee ist im chinesischen Auge stets begleitet mit Erotik, nicht wahr?

Zhutong Xiang chaSieht Dein Zhutong Cha auch so aus?

Im Moment wird auch diese Art von Zhutong Cha in Taiwan hergestellt. Wo? Natürlich in dem innovativen Teegegend im Südformosa - Natou Lugu. Es sind zwei moderne Urheber, die nun sich zurück auf die alte medizinische Weisheit besinnen, den Formosa Oolong Jinxuan im Formosa-Bambus aus dem Bergen zu füllen. Diese Art von Formosa-Oolong-Bambus-Tee sollte die Aufmerksamheit der japanischen Gesundheitsministerium bereits erregt haben. Denn dieser Tee hat keine Teein oder kofein. Das so gennante Bambussirup, das man den Bambus durch langes Rösten gewinnt, war in der chinesischen Medizin ein Wundermittel gegen Problem durch innere Hitze wie z. B. Lungen-Entzündung, Schlaganfall etc. (Li Shizhen) Diese wertvolle Flüssigkeit verschmelzt in dem gefüllten Jinxuan-Oolong und wird zusammen mit Tee getrunken. Für Menschen, die im heissen Süden leben und an solche Krankheit leiden, ist es ein Geschenk der Natur.

2. Den Betrag vom Tee und seine richtige Teekanne darf ich morgen erst schreiben. Für heute ist es genug zu lesen.

Dein Bambusrohr wird wohl mit einer elegenaten deutschen Säge geöffnet oder einem richtigen militanten schweizer Messer.

15/10 Qian Liang Cha aus Hunan

(no title)

Hast Du schon Mal einen Tee, der mind. vor 1958 hergestellt wurde?

Herr Wang in Shengkeng gab mir diese Ehre, so einen alten Tee zu kosten! Ich fühlte mich zwar sehr verehrt, aber der Geschmack dieses Tees war nicht besonders begehrenswert für mich.

Dieser Qianliang Cha, war der Tee für die heutigen chinesischen Minderheiten am Rand des Reiches und damals für die Barbaren neben dem Reich. Er wurde in Hunan als Grüntee hergestellt, ursprünglich wie der Pu Er, der allerdings heute zum Spekulationsobjekt vom chinesischen und ausländischen Teehändler wurde. Der Hunan Grüntee wurde als einfachen Shaiqing hergestellt - einfach nur unter der Sonne getrocknet. Mit Schnurr und Bambusblätter wurde der Tee Schicht für Schicht gepresst und gleichzeitig nach-fermentiert, so dass er in der chinesischen Tee-Gattung ein Schwarztee wurde. Jeder Träger in altem China trug zwei so ein riesigen Stock. Selbst wenn er Pause machte und ass konnte er diese Stöcke nicht abnehmen. Somit verdienten die kleinen Menschen ihr Geld durch Transport des Tees aus Hunan nach Tibet, Mongolien oder Turkistan - über den so genannten Tee und Pferde Weg.

Taiwanese war ursprünglich Piraten, Eingeborene oder chinesische Flüchtlinge/Sträflinge. Tief in ihrem Charakter steckt ein Abenteurer-Geist. Herr Wang ist ein Beispiel. er ging kurz nach der chinesischen Eröffnung nach China und entdeckt diesen merkwürdigen Tee. Er entdeckte, dass dieser Tee nach 1958 nie mehr produziert wurde! Er kaufte die ganzen Lager ab und liess den Tee wieder beleben! Seit er in Hunan war, gibt es diesen Tee wieder.

Er selbst, fand diese Entwicklung lustig und hebt noch ein einziges Stock auf. Die Rest hat er bereits ausverkauft. Über den Geschmack dieses Tees wollte er nicht zu viel "lästern". Er sagte einfach, jeder Tee ist ein guter Tee, wenn er einen Liebhaber findet.

Er hat recht. Ich bin nicht der Liebhaber.

Mir schmeckte dieser Tee wie eingelegtes Gemüse. Wie soll ich sagen? Merkwürdig. Stark, faules stinkendes Gemüse... Es tut mir leid. Vielleicht habe ich zu wenig Respekt vor so einem alten Tee!

31/7 Pujing Hao - Pu Er Tee 2006

Neifei內飛 Die Identitätskarte von Pu Er. Dieser Zettel erzählt uns, von wo dieser Pu Er Tee stammt - aus welcher Fabrik und welchem Ort. Fast in jedem Pu Er Fladen steckt ein kleines Zettel. Auf Chinesisch nennen wir es Neifei.

Der Pu Jin Hao - Pu Er sollte eine Ernte von 2006 Frühling sein. Im 2006 Herbst wurde diese Ernte erst zu Pu Er Fladen verarbeitet. Im Moment herrscht bei Pu Er eine Mode ähnlich wie die Mode überall: Nostalgie. Ein guter Pu Er sollte aus wilden alten Teebäumen stammen und mit der traditionellen Methode - mit Stein gepresst werden.

Ich kenne junge Pu Er. Solche Tees sind eigentlich nicht zum sofort Trinken gedacht. Sie schmecken scharf und man spürt die "Wildlife" noch in diesem Tee.

Aber dieser Pujin Hao vermittelt mir ein neues Genuss-Erlebnis mit dem Pu Er. Der Fladen duftet noch nach der Frühlingswiese und man sieht noch die weißen Tipps und schöne fette Blätter. Der Aufguss ist hell - das heißt, dass er ist jung und "roh" - nicht künstlich nachfermentiert. In meiner Nase duftet es wie ein Hauch von der Wiesen-Frische, von dem Honigsüß und von der Wildnis. Einerseits sanft und elegant, andererseits versteckt er nicht sein ungezügeltes Temperament.

Bei dem ersten Aufguss entfalten sich die Blätter bereits sehr gut. Elastisch und weich. Diese weichen elastischen fast unbeschädigten Blätter erzählen uns, dass er tatsächlich mit traditioneller Methode mit Stein gepresst wurde und aus wilden alten Bäumen stammt. Pu Er Tee, der mit moderner Technik gepresst sind, sind meistens zu hart, zu öffnen. Man muss fast mit "Gewalt" den Tee zu öffnen. Pu Er Tee zu öffnen ist eine spezielle Technik erforderlich. Mit Stein per Hand gepresster Pu Er Tee ist elastischer und einfacher zu öffnen. Von der Erscheinung des Fladens könnte man bereits sehen, ob dieser Tee wirklich traditionell gepresst wurde.

Wenn es um einen Teegarten genügend alte Teebäume und Bäum-Bestand gibt, bedeckt ausreichende Feuchtigkeit und Nebel um den Garten. Das ist eine hervorragende Bedingung für Teebäume zu wachsen. Wilde alte Bäumen haben grossen und fetten Blätter, während kultivierte Teebäumen eher kleine Teeblätter und harte Stande aufweisen. Die grossen Teeblätter und die Stange zeigen uns eine elastische Weichheit, die uns einen schönen aromatischen Geschmack verleiht. Diese Information gibt uns wiederum Bescheid, ob dieser Tee tatsächlich aus den alten Teebusch stammen.

Man lebt zwar immer im Hier und Jetzt, aber ich freue mich schon, was dieser Tee mir wohl in zehn Jahren zeigt oder zeigen kann!

30/7 Pujin hao

Pujin hao

28/7 Puer Fladen Pujin Hao 普金 號

Puer fladen Pujin hao

Diesen Pu Er habe ich beim Besuch mit Florian und Daiyu in Shiding beim Herrn Gao kennengelernt. Ein "Yunnan Arbor Old Tree Tea".

Herr Gao bekam ihn vom einen guten Freund, der gute Vietamin B in der Politik hat und eine spezielle Anfertigung in Yunan machen liess, um das Netzwerk noch schneller und tiefer auszubauen. Er war sehr begeistert von diesem Pu Er, der angeblich nach der traditionellen Methode hergestellt wurde.

Ich war an diesem Tag ebenfalls sehr begeistert und wollte unbedingt einen haben, egal wie teuer er kostet.

Nun kommt er endlich an. Wie schmeckt er?

08/12 Probleme mit Pu Er

Ich war total erschrocken als man mir erzählte von einer Zigerrete im Pu Er gefunden zu haben.

Wie kann so etwas passieren? Viele Probleme mit Verpackung und Qaulitätsmangel entstehen nun durch viele kleine private Unternehmer. Sie ermöglichen eine Vielfalt des Marktes, erwecken aber auch Probleme des Qualitätskontrolle. Pu Er Fladen sind gepresst und man kann von Aussen nicht sehen, was innen ist. Durch Stichprobe könnte man nicht unbedingt versteckte Mangel entdecken.

Sollte man aufgrund solche Phänomenen nur kontrollierte Waren in EU-Raum kaufen? Diese Art von Pu Er ist extra für hier produziert - durch eine künstliche Nachfermentation mit Hitze und Wasser. Er ist sauber, aber nicht wirklich ein Pu Er Tee. Ich würde aufgrund der chinesischen Medizin behaupten, dass dieser Pu Er nicht gesund wirkt, eher im Gegenteil. In der künstlichen Nach-Fermentation entsteht zusätzliche Hitze, die unser Körper eigentlich zusätzlich verdauen muss, nicht für Gesundheit gebrauchen kann. Ein lang gelagerter grüner Pu Er enthält eine natürliche angenehme und safte Energie, die aufbauend im Körper wirkt.

Die Frage ist, was sollen wir als Teeliebhaber tun? Einfach ausgeliefert an die chinesischen Geldmacher auf dem Teemakrt oder lieber den "künstlichen" Pu Er trinken? Wir müssen eigentlich gemeinsam Druck auf chinesischen Teemacher ausüben, nur sauberen und guten Tee zu produzieren. Das Problem müssen wir gemeinsam anschauen. Teebauer in China wären nur bereit mit dem Problem auseinanderzusetzen, wenn Teehändler Fachwissen besitzen und Konsumenten auf das "gute" Tee insistieren!

06/12 Pu Er 2001

T-Mobile MMS

In so einem nass kalten Wetter kann man nur mit einer Tasse Pu Er ein wenig Energie tanken.

Herr Wang schickte mir einen schönen Pu Er aus dem Jahrgang 2001. Die Fladen sieht sauber aus, kaum zerbröselten Blätter. Die Oberfläche sind voller goldenen Tipps - es war sicherlich weisse Tipps im Jahr 2001 gewesen. Die Tipps entfalten sich im Aufguss zu schönen "one Bud and two Leaves".

Dieser Tee ist aus klassischem Dian Qing - Yünan Grüntee auf Chinesisch. Zarte Tipps und saftige Blätter garantieren das Potenzial der Lagerung. Ein Pu Er ist geeignet zum Lagern, wenn die Veränderung durch die Zeit und Reifung zu einem geschmackshaften Gaumenerlebnis ermöglicht. Zarte saftige Tipps und Blatt liefern die beste Grundlage für eine Lagerung. Nicht alle Tees sind geeignet zum Lagern. Ein guter Tee kann durch die Lagerung noch interessanter werden, während ein schlechter Tee so bleibt... In Taiwan haben wir einen Spruch: " Der Ochse ist ein Oschse, selbst wenn man ihn nach Beijing führt..."

Momentan sind viele private Teefabriken entstanden. Das ist allerdings keine Garantie für die Steigerung der Qualität. Herr Wang erzählte mir sehr besorgt über diese Entwicklung. Stefan aus D.D. hat in diesem Sinne recht, wenn er BIO befürtwortet - das Missbrauch von Pestizide ist ein grosses Problem in Yünan - je ländlich der Anbaugebiet ist, desto unbewusster gehen Teebauer mit Pestizide um. Das Harmonisieren zwischen Menschen, Natur und Kultur muss unser Bewusstsein stärker prägen.

Zurück zu dem Aufguss: Die Farbe des Aufgusses ist orangenfarbig - mein Handy macht heute nicht mit - nach 3 MMS Versuche, blieb das Senden fehlgeschlagen. Es duftet nach wilder frischen Wiese und zugleich dem typischen Nach-Fermentationsgeschmack. Aber der leichte scharfe jedoch aromatische liebliche Geschmack sagt mir, dass er wirklich ein grüner Pu Er war. Ein Tee zum Lagern, ja ohne Zweifel. Auch nun gleich aufzugiessen wäre auch keine schlechte Idee!

Dieser Pu Er ist aus Reispapier verpackt und in der Mitte steht ein gelbliches "Cha" - Wort. Was bedeutet dieses gelbliche Wort in der Erkennung eines Pu Er Tees, werde ich demnächst einen Beitrag schreiben. 

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